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Sympatieträger und Paddelunfall

Mission "Zwei echte Sympathieträger und ein typischer Paddelunfall" - Wannsee - Juli 2004

Berlin, das steht für Größe, Glorie, gutes Wetter. Und auch für das Wannseeturnier. Dieses wollten wir mal wieder besuchen. Dabei waren Felix, Doris, Pu, Lisa, Thomas, Dagmar, Sven und Nicole, unsere eingesammelte Frau. Wie lange ist es her, dass Clausthaler wegfahren und die Hälfte der Mitfahrer weiblichen Geschlechts ist.... . Aber zurück zur Geschichte.

Anfahrt

Es ging los wie immer. Erstes Ziel: Mit 3 Autos den Cafetenparkplatz möglichst platzverbrauchend zuparken. Das haben wir wieder souverän gemeistert, es war ein Viertel nicht mehr benutzbar. Dann fuhren wir auch schon los, weg von der dunkelgrauen Wolke die Clausthal darstellt, hin zu der Schwärze des Braunschweiger Gewitters, um uns dann nach Osten zu wenden, dorthin, wo die blauen Löcher im Himmel sind. Leider liegt Berlin doch nicht so nah, so dass wir auch unter dem freien Himmel hinwegfuhren und erst am Rand der nächsten Wolkenfront anhielten. Hier hatten wir auch schon unseren ersten Verlust zu beklagen. Wir verloren Nicole an einer S-Bahn Haltestelle. Also waren wir nur noch zu siebt.

Das Wetter hielt sich und wir kochten Spaghetti. Nun ja, wir versuchtes es. Claus Benzinkocher wollte nicht so recht und Felix Gaskocher schaffte es nur das Wasser zum Kochen zu bringen, dann war die Kartusche leer. Wir mußten auf die bereitgestellten Elektroplatten ausweichen, welch ein Turnieranfang.

Samstag

Samstag morgen: Das erste Spiel sollte gegen Berlin 3 stattfinden, eine reine Anfängermannschaft, wie uns versichert wurde. Das 0:5 läßt sich daher auch nur so erklären, dass der Hagelschauer uns während des Aufwärmens unterstützte, bei Spielbeginn jedoch schon wieder vorbei war. Kurz nach unserem ersten Spiel kam dann die erste Turnierunterbrechung wegen eines Gewitters und kurz darauf verirrte sich ein Segler auf Feld, der auch direkt kenterte, als er erstmal wieder 200 Meter vom Feld weg war. Einfach keine Ahnung vom Paddeln oder Rollen, diese Typen, verlassen sich nur auf den Wind und können nicht mal damit richtig umgehen.

Unser zweites Spiel: Freiburg. 0:10, eindeutig keine Anfängermannschaft. Nach dem zweiten Spiel die zweite Turnierunterbrechung, wieder Gewitter. Folgerichtig kam irgendwann danach der zweite Segler. Dieser war noch viel engagierter, schaffte es von einem Tor einen Anker abzureißen und jenes völlig zu verschieben. In dem folgenden Gewitter-Hagel-Mix (3. Spielunterbrechnung) brüstete er sich damit, dass er die Regatta gewonnen hat und trank so ganz nebenbei Doris Tee leer. Diesen Herrn wollen wir als den 1. Sympathieträger bezeichnen. Zu seinem Saufkumpan, dem 2. Sympathieträger und Bootshauswart, kommen wir später noch.

Aber unser drittes Spiel: Braunschweig. Erfahren, seit Jahren am Spielen, mit Rum aufgeputscht. 1:2, immerhin ein moralischer Sieg.

3 Spiele, 3 Turnierunterbrechungen, was fehlt? Genau, der 3. Segler. Dieser war nur kurz da, er konnte schnell wieder rausgeschoben werden, zählen wir ihn trotzdem.

Hier ist vielleicht auch die richtige Stelle, endlich mal unseren Coach zu erwähnen. Vor kurzem noch einer von uns hat er den Berg verlassen und ist seitdem als Spieler einer Siegermannschaft unterwegs. Es ist immer dasselbe, bei uns lernen sie spielen, gehen weg und gewinnen plötzlich. Aber sie bleiben uns treu, unterstützen uns mit ihren fortgeschrittenen Strategien und sehen auch dann noch ein Licht am Horizont, wenn wir schon in der Halbzeit mit 3 Toren Differenz hinten liegen. "Kommt doch mal alle her!", dieser Aufruf sorgte regelmäßig dafür, dass die 2. Halbzeit nicht so schlimm wurde wie die Erste. Dafür wollen wir Howie noch einmal ausdrücklich danken.

Der Abend wurde dann auch nur teilweise vergnüglich, da unsere beiden Sympathieträger, von denen einer das Hausrecht hat, sich einen Spaß daraus machten leere Bierflaschen kaputtzuschmeißen und in die Gegend zu urinieren. Die hinzugerufene Polizei konnte leider auch nichts ausrichten. Im Laufe der Nacht beleidigte unser erster Sympathieträger diverse Paddler und versuchte immer wieder den Bootshauswart gegen uns aufzubringen. Dieser widerstand jedoch einigermaßen, nur zum Schluß warf er mit einer Bierflasche nach dem verbliebenen Rest.

Sonntag

Der nächste Tag, schönes Wetter, ein 1:7 gegen Hannover 2 und wir kamen wirklich dort an, wo wir uns, zugegebenermaßen, schon vor dem Turnier gesehen hatten. Das Spiel um den 6. Platz. Würden wir ihn erreichen, oder sollte Braunschweig dort landen. Das letzte Spiel gegen Braunschweig hatten wir zwar verloren, doch nach unserer 1:0 Führung und dem 2:2 in der zweiten Halbzeit war alles offen. Nach den 20 Minuten Spielzeit stand es jedoch 2:4. Also gut, der 6. Platz, im A-Turnier gab es einen 7. und 8. Platz, so schlecht sind wir also gar nicht.

Der restliche Sonntag verging dann irgendwie. Meistens spannende Spiele, manchmal eindeutige Ergebnisse, keine Gewitter, ein gemütliches Turnier halt.

Und dann dieser Ruf, der ein paar wieder aus ihrer Lethargie erwachen lies: "Ist hier jemand Arzt?" Was war passiert? Eigentlich nur ein Mückenstich, was störte war der rote Strich, der sich im Laufe des Tages entlang der Adern vom Handgelenk bis zur Mitte des Oberarms hochgezogen hatte. Am Abend war ich dann im Krankenhaus, 3 Tage später durfte ich es wieder verlassen. Ein Mückenstich mit anschließendem Krankenhausaufenthalt, ein typischer Paddelunfall halt eben.

Sven

 

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